Nach der gestrigen Partie gegen die ersatzgeschwächten Gäste aus Dahl-/Friedrichsthal (7 Stammspieler fehlten) und der abermaligen Niederlage von RW Ostentrop beträgt der Vorsprung auf Platz 2 nunmehr komfortable 12 Punkte bei noch 6 ausbleibenden Spielen. Aber auch bei uns fehlten mit Vladi Perkov, Can Üzer, Lasse Strothmann, Omar Radoncic und vor allem Top-Torjäger Mo Atwi 5 Hochkaräter, ohne die man erstmal einen 7:0 Heimsieg hinbekommen muss. Ab der ersten Minute fand das Spiel praktisch nur in der Hälfte der Gastgeber statt. Wir versuchten zu kombinieren, ohne zunächst zwingend zu werden. Nach 13 Minuten erreichte ein langer Abschlag von Luis Rüenauver Tim Schrage, der kurz hinter der Mittellinie loszog, in den Strafraum eindrang und zu einem ersten Abschluss kam. Der Gästetorwart konnte mit dem Fuß retten. Drei Minuten später scheiterte Julian Korte ebenfalls am Gästekeeper. Das Fehlen unserer Mittelfeldachse mit dem zuletzt überragenden Mo Atwi und Omar Radoncic machte sich vor allem in den ersten 20 Minuten schon bemerkbar. Wir waren zwar optisch überlegen, aber es fehlte an Präzision und der zündenden Idee, um die dicht gestaffelte Dahler-Abwehr ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Umso überraschender war es, dass ab der 23. Minute ein wahres Torfeuerwerk gezündet wurde, was für die Gäste einem Inferno gleichkam. Zunächst schoss unser Winterneuzugang Samed Baser, der gestern eine etwas defensivere Rolle im Mittelfeld einnahm, von halb links in Richtung Tor und der Ball landete links unten zur Verwunderung des verdutzten Torwarts und auch der Zuschauer zum 1:0 im Netz. Drei Minuten später gab es wie so häufig Foulelfmeter für uns, den dieses Mal Michael Mason sicher rechts unten versenkte, und es stand 2:0. Jetzt lief es bei uns. Samed Baser erzielte mit einem wunderschönen Freistoß das 3:0 und kurz drauf war auch Hasan Dogrusöz zum ersten Mal erfolgreich. Er brauchte den Ball, der flach reingespielt wurde, von rechts nur noch einzuschieben zum 4:0 – 29. und 30. Minute. Da war die Messe für die Gäste bereits gelesen. In der 39. Minute gab es dann einen Zweikampf zwischen Hasan Dogrusöz und dem gegnerischen Torwart Lucas-Elias Hammerschmidt, den Hasan gewann, und er konnte anschließend locker zum 5:0 ins leere Tor einschieben. Dabei verletzte sich Dahl’s Keeper und musste ausgewechselt werden. Das war auch gleichzeitig der Pausenstand. Dahl hatte lediglich eine Torchance, die unser Keeper Luis Rüenauver, der ansonsten einen ruhigen Nachmittag verbrachte, entschärfen konnte. Ansonsten kam von den Gästen offensiv nichts.

Es ging in Hälfte 2 genauso weiter, wie es aufgehört hatte, und in der 52. Minute hieß es dann schon 6:0 für uns. Tim Schrage setzte sich in unnachahmlicher Art und Weise über links durch und lupfte den Ball fein auf Aronis Vuciterma, der nur noch einschieben musste. In der Folge ließen wir es ein wenig langsamer angehen. Trotzdem erspielten wir uns noch einige Torchancen und waren weiterhin spielbestimmend. Ein Tor gab es auch noch. Und wieder war es Hasan Dogrusöz auf Vorarbeit seines Kumpels Tim Schrage, der in der 87. Minute zum 7:0 vollendete und somit seinen dritten Treffer erzielen konnte. Das war’s dann in einer einseitigen Partie. Die Gäste konnten froh sein, dass wir einen Gang zurückgeschaltet hatten in der zweiten Halbzeit. Ansonsten wäre es wohl ein richtiges Debakel geworden. Aber auch so können die RWL-Fans mehr als zufrieden sein. Für die Endphase der Saison, in der es es um die Titel geht, scheint unsere Erste bestens gerüstet zu sein.

Nächste Woche geht es zum SV Türk Attendorn. Wir können uns dort auf eine schwierigere Aufgabe einstellen, hingen die Trauben auf dem Nebenplatz des Hansastadions in den vergangenen Jahren doch immer recht hoch.

RWL: Rüenauver, Glöckner, Meinert, Schrage, M. Mason (Kampschulte), Dogrusöz, A. Mason, Heuel (Bajraktarevic), Baser, Korte (Selimaj), Vuciterna;

Auch unsere ZWEITE konnte gestern wieder einen torreichen Sieg feiern. Gegen die SG Saalhausen/Oberhundem II gewann man ungefährdet durch Tore von Burhan Peci (2), Tim Deutenberg, Tim Schrage, Stefan Mertens, Felix Sternberg und Elvedin Pjetrovic mir 7:1.

RWL II: Kiymaz, Schrage (Pjetrovic), Deutenberg (Hein), Peci, Foidl, S. Mertens (Nelde), N. Mertens, Kutsche (Darkalt), Bauer, Sternberg (Zdravkovic), Kampschulte;

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