Mit einem kleinen Kader, aufgrund diverser Urlaube und Verletzungen, reiste unsere ERSTE zum Finaltag des Stadtpokals an. Dies zwang Spielertrainer Tim Schrage zu zahlreichen Umstellungen in der Startelf, was sich in der ersten Hälfte des Halbfinals gegen die SG Halberbracht/Oedingen/Oberelspe negativ auswirkte. Zwar agierte unsere Mannschaft wie gewohnt mit viel Ballbesitz, zeigte sich in der Defensive jedoch äußerst anfällig, was der Außenseiter zu einem frühen Tor nutzen konnte. Zwar glich Schrage mit einem an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter aus, doch „OHO“ konnte erneut in Führung gehen, als man die RWL-Abwehr einmal mehr mit einem langen Ball überrumpelte und der Stürmer nur per Foul gestoppt werden konnte: Elfmeter, Tor, 1:2.
Die Halbzeitansprache saß dann aber offensichtlich, denn unser Team agierte in der Folge sicherer in der Abwehr und schnürte den Gegner phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Omar Radoncic traf zum Ausgleich, doch zahlreiche weitere Chancen in der regulären Spielzeit und der Verlängerung blieben ungenutzt, auch,da der OHO-Keeper einen guten Tag erwischte. So ging es ins Elfmeterschießen, wo unsere Jungs die Nerven behielten und das Weiterkommen fixierten.
Im Endspiel vor gut 250 Zuschauern ging es dann gegen den Gastgeber und zukünftigen Klassenrivalen FC Lennestadt, der sich seinerseits im 2.Halbfinale mit 2:0 n.V. gegen die SG Ki/Bo durchgesetzt hatte. Nachdem man in der Vorrunde am Dienstag den schnellen Lennestädtern etwas ins offene „Konter“-Messer gelaufen war, agierte unser Team im Endspiel nun betont defensiv und überließ den Gastgebern überwiegend den Ball. Die besseren Chancen gehörten dennoch zunächst unseren Rot-Weißen, Tim Schrage und Omar Radoncic zwangen den FCL-Keeper zu zwei starken Paraden. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck dann, benötigten aber am Ende einen umstrittenen Foulelfmeter, um die Partie zu entscheiden. FCL-Spieler Mester verwandelte sicher und schoss sein Team damit zum Titel.
Für unsere Mannschaft bleibt ein guter 2.Platz – und wichtige Erkenntnisse für die Saison: Gerade offensiv wird man sich auch weiterhin nicht vertecken müssen, aber in der Bezirksliga wird man sich auf rauheren Wind einstellen müssen, was Zweikampfführung, Clerverness und auch diverse „Nickeligkeiten“ angeht
