Es war eine Demonstration der Stärke gestern an der Habuche und die Fußballfans rieben sich verwundert die Augen. Spielte hier tatsächlich der Erste gegen den Zweiten? Über die gesamte Spieldauer sah das nicht so aus. Zu überlegen agierten unsere rot-weißen Meisterbuben. Bereits nach drei Minuten gab es den ersten schönen Angriff von uns. Hasan Dogrusöz setzte sich über links durch und passte in die Mitte zurück zu Mo Atwi, der einen ersten Warnschuss über‘s Tor abgab. Anschließend spielte nur eine Mannschaft und es ergaben sich weitere Möglichkeiten für uns. Zwischenzeitlich beruhigte sich das Geschehen ein wenig und die Gäste versuchten, irgendwie ein wenig mitzuspielen. Trotzdem hatten wir den nächsten Torabschluss in der 18. Minute, als nach schöner Kombination Alex Meinert aus 16m abzog und knapp am Tor vorbei zielte. In der 20. Minute tanzte dann Hasan Dogrusöz zwei Leute aus und passte auf den gut postierten Omar Radoncic, der trocken abzog und zum 1:0 links unten ins Eck traf. Dann spielte Alex Meinert einen wunderbaren Pass vertikal auf Aronis Vuciterma, der ebenso gekonnt den Ball über den weit, aber nicht konsequent genug vorgerückten Gästetorwart Henning Vogt lupfte und so zum 2:0 in der 27. Minute traf. Letztgenannter, noch gut bekannt aus RWL-Landesliga-/ und Verbandsligazeiten, stand in Vertretung des Stammtorwarts mit seinen 49 Jahren nicht zum ersten Mal in dieser Saison im Kasten von RWO. Es sollte ihm nicht langweilig werden.  Wir bestimmten mittlerweile das Spiel komplett und die 2:0 Führung war bis dahin hochverdient und folgerichtig. Aber es sollte noch deutlich besser werden. Hasan Dogrusöz trickste Henning Vogt an der Außenlinie aus und erzielte in der 34. Minute bereits das 3:0. Es machte bis hierhin den Eindruck, als ob das alles ein wenig zu schnell ging für die Gäste, die wenig entgegenzusetzen hatten. Es ergaben sich weitere Möglichkeiten durch Samed Baser und Tim Schrage, die Henning Vogt beide entschärfen konnte. In der 40. Minute stand es dann auch schon 4:0. Diesmal traf unser bis dahin überragende Kapitän Mo Atwi. Wenn es denn mal einen Ansatz einer Torchance gab für Ostentrop, dann war das nach Standardsituationen. Ansonsten waren sie spielerisch und läuferisch komplett unterlegen. Der Tabellenzweite wurde vorgeführt und es folgte in der 44. Minute durch Aronis Vuciterma das 5:0. Damit waren die Gäste zur Halbzeit gut bedient.

In der 51. Minute ging das muntere Toreschießen weiter. Wieder ging dem 6:0 ein kapitaler Abwehrschnitzer der Gäste voraus, Aronis Vuciterma ging alleine auf den bemitleidenswerten Henning Vogt zu und vollendete sicher. Es war sein 3. Treffer an diesem Sonntag und anschließend machte er für Addo Selimaj Platz. Am Spielverlauf änderte sich in der Folge wenig. Wir zauberten weiter und der Gegner lief nur hinterher. Es wurde nicht jeder Angriff mit letzter Konsequenz zu Ende gespielt, aber es war einfach schön anzuschauen. Dann gab es wieder Unstimmigkeiten in der Abwehr der Gäste. Diese nutzte Mo Atwi zu seinem zweiten Treffer und dem 7:0 in der 75. Minute. Es war sein 27. Saisontreffer und er festigte damit Platz 1 in der Torjägerliste. Anders als das Rennen um die Meisterschaft wird der Kampf um den besten Torjäger noch spannend, da Louis Wittwer vom SSV Elspe mit 26 Treffern sowie Tim Schrage mit 24 Treffern ihm dicht auf den Fersen sind. Drei Minuten später hieß es dann 8:0 für uns. Hasan und Tim spielten die Abwehr schwindlig, Doppelpass und noch ein Querpass. Tim Schrage konnte sich letzten Endes auch noch in die Torschützenliste eintragen. Es hätte auch zweistellig ausgehen können bei diesem beeindruckenden Vortrag unserer Jungs.Es blieb aber beim 8:0. So sah es übrigens auch Gästetrainer Wolfram Wienand, der unsere Überlegenheit nach dem Spiel uneingeschränkt anerkannte.

Die Mannschaft wirkte über 90 Minuten hungrig und nach Sommerfußball sah das ganz und gar nicht aus. Hoffentlich hält die Form noch 2 Wochen. Dann stehen uns in jedem Fall noch zwei unterhaltsame Spiele bevor. Die Fans würde es freuen. Gestern jedenfalls waren alle begeistert.

RWL: Rüenauver (Yuvaci), Üzer, Meinert (Selimaj), Schrage, Dogrusöz, A. Mason, Baser (Sternberg), Korte (Belke), Atwi, Radoncic, Vuciterna;

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