Gegen den SV Oberschledorn/Grafschaft erwischte unsere ERSTE gestern einen gebrauchten Tag, fand kaum zum eigenen Spiel mit den gewohnten, schwungvollen Offensivaktionen und zeigte sich hinten nicht immer sattelfest. So war die erste Niederlage nach neun Siegen in Folge am Ende die logische Konsequenz und ganz klar leistungsgerecht. Das Spiel gegen den Tabellenfünften, der aus Nähe der hessischen Landesgrenze anreiste, war wie der böige Wind an diesem Sonntag an der Habuche – einfach unangenehm. Und das soll gar nicht die Leistung der Gäste abwerten. Sondern vielmehr beschreiben, wie diese mit ihrer disziplinierten und engagierten Leistung gegen den Ball unsere Offensive – immerhin die bisher treffsicherste der Liga – kontrollierte und mit gezielten Angriffen unsere Verteidigung vor Probleme stellte. So hätte bereits nach neun Minuten die Führung für die Gäste fallen können, als ein SV-Stürmer nach einem Pass in die Tiefe frei auf unser Tor zulaufen konnte. Er legte sich den Ball kurz vor dem Strafraum aber zu weit vor und Vladi Perkov konnten diesen sicher aufnehmen. Es folgte eine etwas hitzige Phase mit vielen Ballbesitzwechseln im Mittelfeld und auch der Schiedsrichter rückte erstmals in den Blickpunkt der RWL-Zuschauer. Seine Zweikampfbewertung stieß auf wenig Anklang beim Rot-Weißen-Anhang. In der 25. Spielminute hatte Fabian Stosik die einzige zwingende Torchance unserer Mannen – nach einem flachen Ball ins Zentrum schoss er platziert ab, der Torhüter der Gäste zeigte aber eine starke Parade und kratzte den Ball aus der linken unteren Ecke des Tores. Danach stand unser Keeper Vladi Perkov zweimal im Mittelpunkt, zweimal mit der fast identischen Szene: Sein Versuch eines langen Passes wurde von einem SV-Stürmer geblockt, beim ersten Mal resultierte hieraus der Gegentreffer zum 0:1 (39.), beim zweiten Mal machte Vladi seinen Fehler wieder gut und kratzte den Ball, der gegen den Pfosten geprallt war, noch von der Torlinie. So ging es mit einem 0:1 Rückstand in die Halbzeit.
Nach der Pause veränderte sich das Bild kaum. Oberschledorn stand hinten sicher und setzte vorne Nadelstiche. In der 53. Minute fiel das 2:0 für die Gäste. Nach einem schnell vorgetragenen Konter tauchte Jannik Illmer frei vor Perkov auf und schloss platziert ins lange Eck ab. Danach folgten zwei Szenen die zum einleitend erwähnten gebrauchten Tag passten. Erst wurde Tim Schrage im Strafraum klar getroffen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm und der fällige Elfmeter somit aus (57.). Knapp zehn Minuten später funktionierte das Arbeitsgerät des Unparteiischen wieder einwandfrei, als Julian Korte einen Konter des Gegners per Foul stoppte und folgerichtig mit gelb-rot vorzeitig duschen gehen musste (66.). Danach verhinderte Perkov noch zweimal mit guten Reaktionen einen höheren Rückstand, nach vorne entwickelten wir dagegen wenig Gefahr, es blieb oft bei Einzelaktionen die in der vielbeinigen Gäste-Abwehr ihr Ende fanden.
So steht nach den vielen Siegen nun mal wieder eine Niederlage auf dem Spielberichtsbogen – für einen Aufsteiger sicherlich kein Beinbruch, zumal man weiterhin Tabellenführer ist, da der SV Brilon nur zu einem Unentschieden gegen Müschede/Herdringen kam. In der nächsten Woche ist durch den Feiertag spielfrei für unsere Mannschaft, es finden nur einzelne Nachholspiele am Samstag statt. Am 08.11. treten wir dann beim SV Hüsten 09 an, Anstoss ist um 15:15 Uhr im Stadion Große Wiese.
RWL: Perkov, Schrage, Stosik (Kampschulte), M. Mason, Dogrusöz, A. Mason, Korte, Balic (Glöckner), Atwi, Radoncic, Recica;
Wer gestern frühzeitig an der Habuche war, konnte sich aber dennoch über viele Heimtreffer freuen. Unsere ZWEITE besiegte die SG Saalhausen/Oberhundem II klar mit 6:0. Tim Deutenberg (2), Danny Bauer, Dejan Zdravkovic, Ahmet Asen und Arber Recica waren die Torschützen.
RWL II: Hopf, Rugovac, Üzer, S. Zdravkovic (Sadon), Deutenberg, Recica, Foidl, Bajraktarevic (Asen), Bauer (Schröder), Albrecht (D. Zdravkovic), Kampschulte;




